Wie ich dazu kam
Ich durfte früh in meinem Leben selbst eine gute Erfahrung machen mit Therapie - bei einer Oberärztin, die den Mut hatte, auf ihrer Station in Ostberlin auf Medikamente weitgehend zu verzichten.
Dort hab ich erlebt wie es ist, wenn ich ernst genommen werde. Begann mir selbst zu vertrauen: meinen Gefühlen, Impulsen, den Wahrheiten meines Körpers...
Was für Veränderungen das brachte, das hat mich tief beeindruckt! So entstand der Wunsch, Therapie zu meinem Beruf zu machen.
... und jetzt
Eine Frage, die mich schon lange begleitet: Wie können wir Traumata heilen, die sehr früh geschehen sind - im Mutterleib oder kurz nach der Geburt?
Im nächsten Jahr soll es dazu Seminare geben.
An Gruppen begeistert mich, wenn ich erlebe, wie es "von selbst" läuft! Wie Wissen und Fähigkeiten da sind, die gebraucht werden. Etwas entsteht das mehr ist als jede einzelne von uns. Die Freude, die Energie...
Meine Haltung und Lieblings-Methoden
EMDR und die Imaginative Therapie nach Luise Reddemann sind in meinen Augen hilfreiche Werkzeuge bei Traumata.
Von der systemischen Therapie hab ich gelernt, das GANZE mit zu betrachten. Zum Beispiel auch kollektive Traumatisierungen über mehrere Generationen: Armut, Mißachtung von Frauen, Rassismus...
Bioenergetik nach Wilhelm Reich hört auf die Wahrheit des Körpers. Eine Anspannung kann zum Beispiel ein unterdrückter Impuls sein, sich zu wehren oder zu fliehen. Wenn wir ihm nachgehen, die Spannung sich entladen lassen, entdecken wir manchmal ganze Geschichten.
Nur was wir annehmen, kann sich verändern - ein Grundgesetz der Seele.
Atmen, fühlen, ausdrücken, Resonanz bekommen ... kann helfen..
Selbstbestimmung ist Voraussetzung für Ordnung. Wir spüren selbst am besten, was gerade los ist und was gebraucht wird.
Und vielleicht das wichtigste größtmögliche Klarheit und Aufrichtigkeit in den Rollen die wir füreinander haben. Kein fester Zustand, sondern ein Weg der immer wieder neu zu finden ist .